Halswirbelsäule und Schwindel

Morgens im Bett: Nacken-Schulter-Hals- und Armschmerzen, die Bewegung des Kopfes schmerzt, kopflageabhängiger Schwindel, taube Finger und Ohrgeräusche. Wer kennt das nicht?

 

Es handelt sich hierbei oft um die Anzeichen eines Halswirbelsäulen-Syndroms, denn der Verschleiß an der Halswirbelsäule setzt ab Mitte 20 unaufhaltsam ein. Die Ursachen sind Fehlhaltungen, falsche Belastungen bei der Arbeit, körperliche Über- oder Unterforderung, z.B. beim Sport.

 

Merke: Der HWS- Schwindel wird kontrovers diskutiert.

 

Der HWS-Schwindel äußert sich als eine Gangunsicherheit, aber niemals als Drehschwindel. Er entsteht durch eine Verspannung der Muskulatur im Bereich des oberen Drittels der Halswirbelsäule. Durch die Verspannung werden austretende Nerven „gedrückt" und senden dadurch unterschiedliche Informationen, über die Lage des Kopfes an das Gehirn. Auch eine Minderdurchblutung durch den veränderten Band-Wirbelkörper und Muskelapparat ist denkbar, besonders bei Dreh- und Rückwärtsbewegung des Kopfes.

 

Merke: Ein HWS- Schwindel ist eine Ausschlussdiagnose, d.h. erst müssen alle anderen Ursachen des Schwindels ausgeschlossen worden sein.

 

Die klassischen Symptome des zervikalen (=vom Hals herrührenden) Schwindels sind:

  • ein unbestimmter Schwankschwindel
  • der Schwindel ist meist abhängig von der Kopflage
  • Nacken-, Schulter- und Armschmerzen
  • Ohrgeräusche

Haufenweise werden bei Schwindelbeschwerden radiologische Untersuchungen der Halswirbelsäule (CT/ MRT) veranlasst. Es muss bei einer solchen Untersuchung aber berücksichtigt werden, dass mehr als 60 % der Bevölkerung über 50 Jahre, degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule hat, ohne dass die Betroffenen über die oben genannten Beschwerden klagen.

 

Trotzdem überweisen Augenärzte, Hals-Nasen-Ohrenspezialisten und Neurologen oft Patienten mit Schwindel nach sorgfältiger Untersuchung ohne eigenen Befund dem Chiropraktiker. Der Grund dafür liegt darin, dass der verbreitete sogenannte spondylogene oder zervikale Schwindel seine Ursache in der Halswirbelsäule hat.

 

Im Vordergrund der Behandlung steht eine konsequente physiotherapeutische Behandlung. Am Beginn der Behandlung hat Wärme (z.B. Fango, Heißluft, Mikrowelle) einen angenehmen schmerzstillenden Effekt. Begleitet wird die Behandlung von einem krankengymnastischen Übungsprogramm, zum Aufbau und zur Stabilisierung der Schulter- und Nackenmuskulatur. Hierunter bilden sich die Verspannungen der Schulter-Nackenmuskulatur und damit auch der Schwindel zurück.


Merke: Chirotherapie und Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule sollten nur bei zwingender Notwendigkeit erfolgen.

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Dr. Michael Henneken

Dr. Michael Sassenberg

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